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Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Grundsteinlegung Institutsneubau

Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie feiert Grundsteinlegung auf dem Forschungscampus Bahrenfeld

9. Juni 2017

Das Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) feierte heute die Grundsteinlegung seines Neubaus auf dem Forschungscampus Bahrenfeld. Seit seiner Gründung 2013 ist das Max-Planck-Institut bereits mit zwei experimentellen Abteilungen und einer Theorie-Abteilung im Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) auf dem Forschungscampus ansässig. Mit dem Neubau in direkter Nachbarschaft zum CFEL wird das Institut um zwei weitere experimentelle Abteilungen und mehrere Nachwuchsforschungsgruppen wachsen.

MPI für Struktur und Dynamik der Materie, Architektenentwurf. Bild vergrößern
MPI für Struktur und Dynamik der Materie, Architektenentwurf.
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Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich, dass das renommierte Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie nun den lang ersehnten Neubau auf dem Forschungscampus Bahrenfeld bekommt. Er bildet das Fundament für bahnbrechende Erkenntnisse über das, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die heutige Grundsteinlegung bedeutet zudem einen weiteren Schritt hin zum internationalen Wissenschaftspark in Bahrenfeld. Hier auf dem Forschungscampus schaffen wir derzeit gemeinsam mit universitären und außeruniversitären Partnern ein weltweit einzigartiges Strukturforschungszentrum, das die Sichtbarkeit Hamburgs als internationale Wissenschafts- und Innovationsmetropole weiter stärken wird.“

Architektenentwurf, Innen. Bild vergrößern
Architektenentwurf, Innen.

Der terrassenartig geplante Neubau von hammeskrause architekten bda aus Stuttgart wird auf 6.300 qm Nutzfläche sowohl schwingungsentkoppelte physikalische Messräume als auch Bio- und Chemielabore beherbergen. Darüber hinaus wird der Forschungsbau Räumlichkeiten für Büros und Veranstaltungen, ein Rechenzentrum, eine mechanische Werkstatt sowie eine Cafeteria bieten. Ähnlich wie das CFEL-Gebäude ist der Neubau durch offene Raumgefüge gekennzeichnet, um die Kommunikation der Wissenschaftler zu fördern und ein hohes Maß an Synergien zu erzeugen.

Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft: „Mit dem Neubau können wir weitere herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den bereits jetzt international sichtbaren Standort zur Arbeit mit Hochleistungsstrahlenquellen gewinnen. Dass wir nun einen weiteren Baustein hinzufügen, unterstreicht zudem das starke Bekenntnis der Freien und Hansestadt Hamburg, bestmögliche Bedingungen für Spitzenforschung zu schaffen.“

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre dauern und sollen im 1. Halbjahr 2019 abgeschlossen werden. Die Kosten für den Forschungsneubau werden mit 37 Mio. Euro seitens der Stadt Hamburg im Wege einer Sonderfinanzierung zur Verfügung gestellt.

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Angel Rubio, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie: „Die Grundsteinlegung für unser neues Gebäude ist ein besonderer Meilenstein in der Entwicklung unseres Instituts. Der geplante Neubau wird uns ermöglichen, die Forschung zur strukturellen Dynamik von Materie im Nichtgleichgewicht auszubauen indem wir zwei weitere weltweit anerkannte experimentelle Abteilungen etablieren. Der Forschungscampus Bahrenfeld ist aufgrund seiner einzigartigen Infrastruktur im Bereich der Hochleistungsstrahlenquellen und der vorhandenen Expertise auf dem Gebiet der Photonik und Strukturaufklärung der ideale Standort für unser Institut.“

Zur feierlichen Grundsteinlegung am 9. Juni 2017 um 11:00 Uhr auf der Baustelle kamen Vertreter aus Wissenschaft und Politik der Stadt Hamburg, der Max-Planck-Gesellschaft sowie dem ausführenden Architektenbüro. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Katharina Fegebank, der Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft Prof Dr. Ferdi Schüth und der Vertreter des Architektenbüros hammeskrause architekten bda Markus Hammes richteten Grußworte an die Gäste und Mitarbeiter. Als Vertreter des MPI wendete sich der geschäftsführende Direktor Prof. Dr. Angel Rubio an das Publikum.

Die Zeitkapsel (Vakuumrohr) wird von den Festrednern gemeinsam verschraubt. Bild vergrößern
Die Zeitkapsel (Vakuumrohr) wird von den Festrednern gemeinsam verschraubt.

 

Über das Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie

Mithilfe neuer Strahlungsquellen können die Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie die Eigenschaften und das Verhalten von Materie mit einer räumlichen Auflösung von Bruchteilen von Nanometern und in Zeitintervallen von wenigen Femtosekunden, also milliardstel Bruchteilen einer Millionstel Sekunde, abbilden. Auf diese Weise erhalten sie völlig neue Einsichten in die Struktur und Funktion biologischer Materialien sowie in die Eigenschaften von Festkörpern und deren elektronischer und struktureller Dynamik.

Mit der einzigartigen Infrastruktur im Bereich Lichtquellen der dritten und vierten Generation und der konzentrierten Ansammlung internationaler Expertise ist Hamburg der ideale Standort für dieses Max-Planck-Institut. Zum einen gibt es dort im Rahmen von CFEL eine seit Jahren gewachsene intensive Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg und dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) im Bereich der Photonik und Strukturaufklärung. Zum anderen erfordert die besondere Mission des Instituts Zugang zu Hochleistungsstrahlenquellen, wie sie derzeit in Deutschland nur in der Hansestadt mit dem Freie-Elektronen Laser FLASH und dem 2017 in Betrieb gehenden European XFEL sowie der Synchrotronstrahlungsquelle PETRA III zur Verfügung stehen. Das Max-Planck-Institut ist ein wichtiger Baustein, um Hamburg zu einem internationalen Zentrum für die Strukturforschung zu machen und die internationale Sichtbarkeit des Forschungscampus Hamburg-Bahrenfeld weiter zu erhöhen.

 
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