Mohammad Hafezi erhält Humboldt-Forschungspreis und stärkt damit seine Zusammenarbeit mit dem MPSD

Mohammad Hafezi, Professor an der University of Maryland und Fellow des Joint Quantum Institute (JQI), wurde mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet. Im Rahmen dieser Auszeichnung wird er Zeit am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg verbringen und dort mit führenden Wissenschaftler*innen auf dem Gebiet der Quantenmaterialien und Licht-Materie-Wechselwirkungen zusammenarbeiten.

Am JQI und an der University of Maryland untersucht Hafezi's Forschungsgruppe sowohl theoretisch als auch experimentell quantenoptische Steuerungstechniken. Er interessiert sich besonders für die Physik korrelierter Elektronensysteme, d.h. Materialien, in denen Elektronen nicht als einzelne Quanten, sondern als Gruppe interagieren.

Während seines Aufenthalts am MPSD wird Professor Hafezi mit Angel Rubio, dem Direktor der Abteilung Theorie, und Andrea Cavalleri, dem Direktor der Abteilung Dynamik Kondensierter Materie, sowie deren Forschungsgruppen zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen sie fortschrittliche Techniken zur Steuerung quantenoptischer Effekte entwickeln und diese mit Erkenntnissen aus der aktuellen Quantencomputerforschung verbinden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf künstlicher Supraleitung und der Steuerung von Quantenphasen der Materie mithilfe von Licht liegt.

Hafezi freut sich auf die enge Zusammenarbeit mit den Wissenschaftler*innen des MPSD. „Ich finde es äußerst spannend zu untersuchen, ob quantenoptische Steuerungstechniken genutzt werden können, um korrelierte elektronische Systeme auf neuartige Weise zu untersuchen, zu manipulieren und zu konstruieren“, sagt er und fügt hinzu: „Möglicherweise müssen wir noch einmal ganz von vorne anfangen, alles nach den Grundprinzipien neu formulieren und andere Modelle entwickeln, die diese Vielteilchenphysik erfassen können. Es gibt also noch viel zu tun.“

Er fährt fort und erklärt, dass ein Besuch in Deutschland eine unglaubliche Gelegenheit für einen organischen Austausch mit seinen Kollegen sei, der es ihnen ermöglichen werde, leichter miteinander in Kontakt zu treten und auf den Ideen der anderen aufzubauen. Über die Auszeichnung sagt Hafezi: „Ich fühle mich geehrt, sie zu erhalten; es ist eine großartige Gelegenheit. Die Humboldt-Stiftung hat eine lange Tradition in der Förderung außergewöhnlicher und interessanter wissenschaftlicher Arbeiten.“

Seine Gastgeber am MPSD teilen seine Begeisterung. Andrea Cavalleri unterstreicht die Bedeutung von Hafezis Besuch: „Professor Hafezi ist ein hoch angesehener Quantenphysiker, der sich mit der Schnittstelle zwischen Optik und Festkörperphysik sowie zwischen Theorie und Experiment beschäftigt. Wir schätzen uns sehr glücklich, ihn als wissenschaftlichen Gast gewonnen zu haben.“

Angel Rubio betont auch die wissenschaftliche Chance, die dieser Forschungsaufenthalt darstellt: „Wir freuen uns sehr auf den Besuch von Mohammad Hafezi, denn sein Aufenthalt wird die Zusammenarbeit mit ihm und seiner Gruppe in Maryland erheblich verbessern. Er ist für seine Arbeit weithin anerkannt, und sein Besuch wird für die vielen Projekte, die wir gemeinsam sowohl im Labor als auch am Reißbrett starten wollen, von großem Wert sein.“

Der Humboldt-Forschungspreis würdigt Professor Hafezis bahnbrechende Arbeit auf dem Gebiet der Quanten-Vielteilchenphysik und der topologischen Physik. Er ist Inhaber der Minta-Martin-Professur für Elektrotechnik, Informatik und Physik und Fellow am Joint Quantum Institute der University of Maryland sowie Affiliate Fellow am Joint Center for Quantum Information and Computer Science.

Dieser Text wurde unter Verwendung von Teilen der Nachricht des Joint Quantum Institute (engl.) verfasst.

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