Otto-Hahn-Award der MPG

Mit dem Otto-Hahn-Award eröffnet die Max-Planck-Gesellschaft einer/einem mit der Otto-Hahn-Medaille ausgezeichneten Preisträger/-in die Möglichkeit, die Leitung einer kleinen Forschungsgruppe an einem MPI ihrer/seiner Wahl mit einem eigens dafür umrissenen Forschungsauftrag zu übernehmen.

Otto-Hahn-Gruppe für Ultraschnelle Elektronendynamik geht an den Start

2. September 2013

Im September 2013 nimmt die neugegründete Otto-Hahn-Gruppe für ultraschnelle Elektronendynamik ihre Arbeit am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie auf. Die Nachwuchsgruppe ist das Resultat des Otto Hahn Awards der Max-Planck-Gesellschaft, der 2012 an Dr. Isabella Gierz verliehen wurde für die Entdeckung einer riesigen Spinaufspaltung auf einem halbleitenden Substrat [PRL 103, 046803 (2009)].

Dr. Isabella Gierz, Leiterin der Otto-Hahn-Gruppe, vor dem Photoemissionsexperiment am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg. Links im Bild sieht man die letzten beiden Kammern für die Erzeugung höherer Harmonischer im Energiebereich zwischen 10 und 40 Elektronenvolt. Rechts im Bild sieht man einen Teil der ARPES-Kammer mit hemisphärischem Analysator und Manipulator. Bild vergrößern
Dr. Isabella Gierz, Leiterin der Otto-Hahn-Gruppe, vor dem Photoemissionsexperiment am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg. Links im Bild sieht man die letzten beiden Kammern für die Erzeugung höherer Harmonischer im Energiebereich zwischen 10 und 40 Elektronenvolt. Rechts im Bild sieht man einen Teil der ARPES-Kammer mit hemisphärischem Analysator und Manipulator. [weniger]

Die Gruppe wird sich mit zeit- und winkelaufgelöster Photoelektronenspektroskopie auf der Femtosekundenzeitskala beschäftigen. Im Fokus des Interesses stehen niedrigdimensionale Elektronensysteme wie z. B.  Graphen, eindimensionale metallische Drähte oder zweidimensionale Zustände mit einer starken Spin-Bahn-Wechselwirkung. Ziel der Forschung ist es, durch eine Kombination von in situ Probenpräparation und gezielter Anregung mit maßgeschneiderten, ultrakurzen Laserpulsen die elektronischen Eigenschaften weit weg vom thermischen Gleichgewicht besser zu verstehen, zu kontrollieren und schließlich völlig neue Eigenschaften zu erzeugen.

 
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