Lasergestützte Biodiagnostik: Ausreizen der fundamentalen Grenzen

Ultrakurze Infrarot-Laserpulse ermöglichen minimalinvasive Biopsien

3. Juli 2015
Transmissionselektronenmikroskopische Aufnahme des Tabakmosaikvirus, welches aus der Ablationsfahne entnommen wurde, die durch den PIRL-Laser erzeugt wurde. Die Struktur der Viruspartikel bleibt bei der PIRL-Ablation erhalten.

Eine Gruppe von Forschern um Ling Ren und Wesley Robertson vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie hat gezeigt, dass biologische Proben mit Hilfe eines speziellen Pikosekunden-Infrarot-Lasers (PIRL) bis hinunter auf das Niveau einzelner Zellen unbeschädigt entnommen werden können. Diese Technik besitzt eine feinere Auflösung als die feinsten Biopsienadeln und hat das Potential minimalinvasive Biopsien zu ermöglichen, welche biochemische Analysen und Krankheitsdiagnosen verbessern können. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nanotechnology vorgestellt und wurden für den ersten Artikel der neuen vierzehntägigen Reihe Nanotechnology Select ausgewählt.

Weitere Informationen zu der Studie sind in dem Übersichtsartikel auf nanotechweb.org und im Interview mit Ling Ren auf der IOP-Website zu finden (engl.).

Diese Arbeit wurde durch den ERC Advanced Grant “SUREPIRL” von Prof. R. J. Dwayne Miller ermöglicht. Weitere beteiligte Institutionen sind das Heinrich-Pette-Institut (Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie) in Hamburg, das Biozentrum Klein Flottbek der Universität Hamburg und die University of Toronto.

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