Foto einer schreinden Möwe und das Wort "News"


Nachrichten und Forschungsmeldungen

Elektronen hinken dem Atomkern hinterher

Forschende der ETH Zürich und des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) haben erstmals in sehr hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung gezeigt, dass Elektronen in bestimmten zweidimensionalen Materialien den Bewegungen der Atomkerne nur mit Verzögerung folgen. Diese Erkenntnis könnte in Zukunft zur Entwicklung neuartiger elektronischer Bauteile führen. mehr

Scientific Picture

Forscher des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) und Partnerinstitute haben eine allgemeine und experimentell realistische Methode entwickelt, um Moiré-Materialien mit quadratischem Gitter herzustellen, indem sie zweidimensionale Halbleiter mit rechteckigen Einheitszellen um 90 Grad verdrehen. Dieses einfache geometrische Verfahren erzeugt Moiré-Muster mit quadratischer Symmetrie und flachen, isolierten elektronischen Bändern, die sich auf ein abstimmbares Hubbard-Modell mit quadratischem Gitter abbilden lassen – den theoretischen Rahmen, der Magnetismus und Hochtemperatur-Supraleitung zugrunde liegt. Der Ansatz funktioniert für eine breite Klasse von Materialien und bietet leistungsstarke Werkzeuge zur Erforschung korrelierter Elektronenphasen in einer sauberen, über ein Gate abstimmbaren Plattform. mehr

Moiré-Muster mit lichtinduzierter atomarer Verdrehung und Entdrehung. Bild von Cameron Duncan, basierend auf atomaren Strukturen von Indrajit Maity.

Ein Team von Wissenschaftlern der Cornell University, der Stanford University und des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat gezeigt, dass Moiré-Muster sich bei Beleuchtung mit Licht kohärent bewegen können. Ihre Studie enthüllt ultraschnelle atomare Verdrehungen in 2D-Materialien und widerlegt damit die bisherige Ansicht, dass Licht nur eine zufällige Erwärmung des Materials verursacht. Diese Arbeit eröffnet neue Möglichkeiten zur Steuerung des elektronischen Verhaltens mit Licht in optoelektronischen Geräten der nächsten Generation. Die Studie wurde nun in Nature veröffentlicht. mehr

Foto von Andrea Cavalleri

Andrea Cavalleri, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), wird mit der Stern-Gerlach-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgezeichnet. Er erhält den Preis in Anerkennung seiner "Pionierarbeiten zur lichtbasierten Steuerung von Quantenmaterialien, mit denen er bahnbrechende Beiträge zur Kontrolle emergenter Phänomene in der Festkörperphysik geleistet hat.“ mehr

"Highly Cited Researchers 2025"

Drei Direktoren des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), Angel Rubio, Jie Shan und Kin Fai, wurden von Clarivate als „Highly Cited Researchers 2025” ausgezeichnet. mehr

Illustration der Langstrecken-Elektronenkohärenz

Forscher*innen am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg haben eine bemerkenswerte neue Form von Quantenverhalten entdeckt. In sternförmigen Kagome-Kristallen – benannt nach einem traditionellen japanischen Bambuskorb-Flechtmuster – synchronisieren sich Elektronen, die sich normalerweise wie eine laute Menschenmenge verhalten, plötzlich und bilden einen kollektiven „Song“, der von der Form des Kristalls abhängt. Die in Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass die Geometrie selbst die Quantenkohärenz beeinflussen kann, was die Möglichkeit zur Entwicklung neuer Materialien eröffnet, bei denen die Form die Funktion bestimmt. mehr

Foto des MPSD-Dachgartens

Der Dachgarten des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) ist der Gewinner des diesjährigen „Hamburger Preis für Grüne Bauten“. Er verbindet Forschung, Natur und Klimaschutz. mehr

Mehr anzeigen
Zur Redakteursansicht