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Nachrichten und Forschungsmeldungen
Mechanische Verformung ist eines der am häufigsten eingesetzten Werkzeuge, um die Eigenschaften von Materialien gezielt anzupassen. In piezoelektrischen Materialien erzeugt das Dehnen oder Stauchen eines Kristalls eine elektrische Polarisation. In piezomagnetischen Materialien induzieren sie eine Magnetisierung. Forschende am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) und an der Universität Oxford haben nun entdeckt, dass diese mechanischen Verformungen in nicht-chiralen Kristallen Chiralität induzieren. Damit eröffnen sie einen neuen Ansatz, diese Eigenschaft gezielt zu kontrollieren und möglicherweise chirale elektronische Eigenschaften zu erzeugen, wie der jetzt in Nature veröffentlichte Artikel zeigt.
Wenn Viren in winzigen Tröpfchen durch die Luft transportiert werden, können sie schnell austrocknen. Dennoch bleiben viele Viren nach ihrer Rehydrierung infektiös – ein Phänomen, das noch nicht vollständig verstanden ist. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg direkt beobachtet, wie sich die Proteinhüllen von Viren während der Dehydrierung verformen können. Dies liefert neue Hinweise zur Widerstandsfähigkeit von Viren und eröffnet neue Möglichkeiten für die virologische Forschung. Die Ergebnisse, veröffentlicht in Light: Science & Applications, legen den Grundstein für potenzielle Anwendungen in der Virologie und der Medizin und können beispielsweise zur Entwicklung antiviraler Strategien beitragen.
Ein internationales Forscherteam hat einen neuen Mechanismus aufgezeigt, durch den unterschiedliche Schwingungen in einem Kristall – die normalerweise durch Symmetrie entkoppelt sind – dynamisch miteinander verknüpft werden können. Mithilfe einer Lichtstreuungstechnik zeigte das Team, dass in einer speziellen Klasse von Kristallen mit einem eingebauten Rotationssinn, so genannte ferroaxialen Materialien, kollektive Fluktuationen dieses geordneten Zustands als dynamische Brücke zwischen unabhängigen Schwingungsmoden fungieren. Dieser unkonventionelle Kanal, der als resonantes chirales Dressing bezeichnet wird, wurde zudem theoretisch vollständig erklärt. Die in Nature Physicsveröffentlichten Ergebnisse eröffnen neue Wege, um exotische Quantenphasen mit Licht nachzuweisen und zu steuern.