Ferroische Materialien wie Ferromagnete und Ferroelektrika sind zentrale Bausteine der modernen Datenspeichertechnologie. Allerdings stoßen aktuelle Materialien an grundlegende Grenzen. Während Ferromagnete unter einer geringen Schaltgeschwindigkeit leiden, ist die ferroelektrische Polarisation meist instabil, da das umgebende Material eine deplolarisierende Reaktion hervorruft. Eine neu entdeckte Klasse von Materialien, die nicht unter diesen Einschränkungen leiden, sind sogenannte Ferroaxiale. Sie bestehen aus elektrischen Dipolen, die sich entweder im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn um eine Achse winden, deren Drehrichtung sich jedoch nur sehr schwer verändern lässt. Forscher des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) und der Universität Oxford haben nun gezeigt, dass diese beiden stabilen ferroaxialen Zustände mit einzelnen ultrakurzen Blitzen zirkular polarisierten Terahertz-Lichts nach Bedarf umgeschaltet werden können. Diese Entdeckung begründet einen neuen Mechanismus, der zu lichtgesteuerten, ultraschnellen und stabilen Schaltung von ferroischen Zutsänden führen könnte, und eine vielversprechende Grundlage für stabile Datenspeichertechnologien der nächsten Generation bildet.
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