Abteilungs-News

Zwei Marie-Skłodowska-Curie-Stipendien für das MPSD

Zwei Postdoktoranden am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) haben Postdoktorandenstipendien im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) erhalten. Dasom Kim aus der Gruppe „Quantum Condensed Matter Dynamics“ unter der Leitung von Andrea Cavalleri und Na Wu aus der Theorieabteilung unter der Leitung von Angel Rubio werden die Stipendien nutzen, um zu erforschen, wie künstlich hergestellte elektromagnetische Resonatoren zur Steuerung von Quantenmaterialien eingesetzt werden können – sowohl aus experimenteller Sicht, als auch aus theoretischer Sicht. Zusammen zeigen ihre Projekte die Bandbreite der Arbeit des MPSD im Bereich der Licht-Materie-Wechselwirkungen und der kohärenten Steuerung kondensierter Materie. mehr

Humboldt-Fellowship für Dongsung Choi

Dongsung Choi, Postdoktorand in der von Andrea Cavalleri geleiteten Forschungsgruppe „Quantum Condensed Matter Dynamics“, wurde mit einem Humboldt-Forschungsstipendium ausgezeichnet. Diese prestigeträchtige Auszeichnung ermöglicht ihm weitere zwei weitere Jahre als Fellow in der Gruppe zu arbeiten. Er forscht seit September 2024 am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD). mehr

Scientific Picture

Die Welt kommt nie wirklich zur Ruhe. Selbst in einem Vakuum bei ultrakalten Temperaturen, wo alle klassischen Bewegungen zum Stillstand kommen sollten, gibt es Quantenfluktuationen. In dünnen, zweidimensionalen Materialien gehören dazu zufällige Schwingungen, die elektromagnetische Felder verändern können – eine Eigenschaft, von der Theoretiker seit langem annehmen, dass sie für die Modifizierung von Materialien nützlich sein könnte. Angel Rubio, Direktor der Abteilung Theorie am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg, ist einer der Architekten dieser Idee. Zusammen mit Kollegen entwickelte Rubio den theoretischen Rahmen, der vorhersagt, dass Quantenfluktuationen in Hohlräumen die Eigenschaften von Festkörpern verändern können – ohne jegliche äußere Krafteinwirkung. Nun wurde diese Vorhersage erstmals experimentell bestätigt. In einem neuen Artikel, der in Natureveröffentlicht wurde, zeigt ein internationales Team von 33 Forschern aus 17 Institutionen – darunter eine große Gruppe vom MPSD –, dass Quantenfluktuationen allein aus dem Vakuum innerhalb atomdünner Schichten eines 2D-Materials die Eigenschaften eines nahegelegenen Kristalls verändern können. mehr

Foto von Andrea Cavalleri

Andrea Cavalleri, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), wird mit der Stern-Gerlach-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgezeichnet. Er erhält den Preis in Anerkennung seiner "Pionierarbeiten zur lichtbasierten Steuerung von Quantenmaterialien, mit denen er bahnbrechende Beiträge zur Kontrolle emergenter Phänomene in der Festkörperphysik geleistet hat.“ mehr

Wissenschaftliches Bild

Ferroische Materialien wie Ferromagnete und Ferroelektrika sind zentrale Bausteine der modernen Datenspeichertechnologie. Allerdings stoßen aktuelle Materialien an grundlegende Grenzen. Während Ferromagnete unter einer geringen Schaltgeschwindigkeit leiden, ist die ferroelektrische Polarisation meist instabil, da das umgebende Material eine deplolarisierende Reaktion hervorruft. Eine neu entdeckte Klasse von Materialien, die nicht unter diesen Einschränkungen leiden, sind sogenannte Ferroaxiale. Sie bestehen aus elektrischen Dipolen, die sich entweder im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn um eine Achse winden, deren Drehrichtung sich jedoch nur sehr schwer verändern lässt. Forscher des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) und der Universität Oxford haben nun gezeigt, dass diese beiden stabilen ferroaxialen Zustände mit einzelnen ultrakurzen Blitzen zirkular polarisierten Terahertz-Lichts nach Bedarf umgeschaltet werden können. Diese Entdeckung begründet einen neuen Mechanismus, der zu lichtgesteuerten, ultraschnellen und stabilen Schaltung von ferroischen Zutsänden führen könnte, und eine vielversprechende Grundlage für stabile Datenspeichertechnologien der nächsten Generation bildet. mehr

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