Aktuelles

Scientific Picture

Die Welt kommt nie wirklich zur Ruhe. Selbst in einem Vakuum bei ultrakalten Temperaturen, wo alle klassischen Bewegungen zum Stillstand kommen sollten, gibt es Quantenfluktuationen. In dünnen, zweidimensionalen Materialien gehören dazu zufällige Schwingungen, die elektromagnetische Felder verändern können – eine Eigenschaft, von der Theoretiker seit langem annehmen, dass sie für die Modifizierung von Materialien nützlich sein könnte. Angel Rubio, Direktor der Abteilung Theorie am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg, ist einer der Architekten dieser Idee. Zusammen mit Kollegen entwickelte Rubio den theoretischen Rahmen, der vorhersagt, dass Quantenfluktuationen in Hohlräumen die Eigenschaften von Festkörpern verändern können – ohne jegliche äußere Krafteinwirkung. Nun wurde diese Vorhersage erstmals experimentell bestätigt. In einem neuen Artikel, der in Natureveröffentlicht wurde, zeigt ein internationales Team von 33 Forschern aus 17 Institutionen – darunter eine große Gruppe vom MPSD –, dass Quantenfluktuationen allein aus dem Vakuum innerhalb atomdünner Schichten eines 2D-Materials die Eigenschaften eines nahegelegenen Kristalls verändern können. mehr

Wissenschaftliches Bild

Quantenmaterialien sind eine faszinierende Plattform für Zukunftstechnologien, da sie eine Vielzahl exotischer Phänomene beherbergen, die über den Rahmen der klassischen Physik hinausgehen. Unter ihnen stechen Van-der-Waals-Heterostrukturen hervor: Sie entstehen durch das Übereinanderlegen verschiedener zweidimensionaler Schichten, die nur ein Atom dick sein können. Diese Strukturen lassen sich bemerkenswert leicht manipulieren und bieten eine beispiellose Abstimmbarkeit und ein riesiges Forschungsfeld. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) und der Columbia University hat herausgefunden, dass Van-der-Waals-Heterostrukturen auf natürliche Weise als Resonatoren für langwelliges Terahertz-Licht (THz) dienen können. Diese Arbeit wurde in Nature Physics veröffentlicht. mehr

Wie schnell sich Elektronen mit Licht umhüllen

Wie lange brauchen Elektronen, um sich in Licht „einzukleiden“ und Floquetbänder zu bilden? Nur einen einzigen optischen Zyklus - laut einem Forschungsteam der Universitäten Marburg und Regensburg mit MPSD-Gruppenleiter Michael Sentef. Seine Studie wurde in Nature veröffentlicht.  mehr

Neue Methode zeigt topologische Phasen

Forscher*innen in Deutschland und den Vereinigten Staaten erläutern in PRL, wie topologische Magnonphasen mithilfe von polarisierten Lasern nachgewiesen werden können. Die Intensität des gestreuten Lichts erlaubt die direkte Messung der topologischen Phasen.  mehr

Mehr anzeigen
Zur Redakteursansicht